
Wir bieten eine Vielzahl von Praktikumsplätzen in unterschiedlichen Bereichen. Damit Sie sich vorstellen können, wie ein Praktikum in Südafrika aussehen kann, lassen wir unsere ehemaligen Praktikanten zu Wort kommen.
Mit welchen Aufgaben wurdest Du betraut?
Mein Einsatzort war eine Kinderkrippe, die aus 2 Gruppen bestand:
In der einen Gruppe befanden sich 3-6 Säuglinge und in der anderen 13 Kleinkinder im Alter von 1,5 – 4 Jahren, wobei die Hauptgruppe bei den 2-jährigen lag.
Meine Hauptgruppe waren die Toddlers (größeren Kinder). Zu Beginn waren wir personell unterbesetzt, sodass die Versorgung der Kinder im Vordergrund stand, d.h. Windeln wechseln, Streite schlichten, Füttern, Mittagschlaf überwachen, Beaufsichtigung auf dem Spielplatz. Als dann ein „teacher“ dazu kam, konnten wir die Kinder aufteilen, sodass ich meistens mit den 5 „Großen“ in den Nebenraum ging, und ihnen pädagogisches Spielzeug anbot. Ich konnte erleben, dass die Kinder diese Angebote sehr gerne annahmen und jetzt erst ihre speziellen Fähigkeiten und Defizite erkennen ließen.
Wie hat Dir Dein Praktikum gefallen? Hat es Deinen Erwartungen entsprochen? Was waren die Highlights? Was war schwierig oder hat Dir nicht so gut gefallen?
Im Großen und Ganzen hat mir mein Praktikum sehr gefallen. Anfänglich war es schwierig die Regeln zu erkennen: Was darf ich? Was sollte ich lieber lassen? Was wird erwartet? Schwierig war auch manchmal die mangelnde Absprache untereinander, sodass Spontanität und Flexibilität sehr gefragt waren…aber das entsprach meinen Erwartungen von der „afrikanischen Art“ und war okay.
Sehr gefallen hat mir der Umgang mit den Kindern, der den Stress, der natürlich vorhanden war, in den Hintergrund stellte. Außerdem hatte ich ein gutes Verhältnis zu den Mitarbeitern und fühlte mich der kulturell anderen Gruppe absolut zugehörig. Von meiner Kollegin erfuhr ich viel von der afrikanischen Lebensart, wir haben uns gegenseitig privat besucht und werden auch weiterhin in Kontakt bleiben
Wie waren das Arbeitsklima und die Betreuung durch den Arbeitgeber?
Soweit ich das beurteilen kann, war das Arbeitsklima gut. Ich hatte 3 Einzelgespräche, hätte auch, nach Bedarf, mehr haben können.
Wurdest du gut/ausreichend durch dasd Live&Learn Team betreut?
Ich wurde bestens betreut. Am Tag meiner Ankunft war mir Alex eine große Hilfe, da er wichtige Dinge, wie Handy installieren, einkaufen etc….sofort mit mir erledigte. Ansonsten hatte ich das Gefühl, sollten Probleme auftauchen, immer Ansprechpartner zu haben. Fragen auf dem SMS-Weg wurden sofort beantwortet und die persönlichen Gespräche mit Alex und Antje waren sehr bereichernd.
Mit welchen Aufgaben wurdest Du betraut?
Während meines Praktikums wurde ich mit nahezu allen Aufgaben eines Lehrers betraut. Ich habe Kunstunterricht für die Klassen 3 bis 7 selbst gehalten, habe verschiedene Wände selbst malerisch gestaltet und war auch sonst in verwaltungstechnische und organisatorische Tätigkeiten involviert.
Wie hat Dir Dein Praktikum gefallen? Hat es Deinen Erwartungen entsprochen? Was waren die Highlights? Was war schwierig oder hat Dir nicht so gut gefallen?
Mein Praktikum hat mir außerordentlich gut gefallen. Es war das beste Praktikum, welches ich jemals absolviert habe. Meine Erwartungen wurden demnach mehr als übertroffen und ich bin sehr glücklich das Praktikum in Kapstadt angetreten zu haben.
Meine Highlights waren die vielen Besuche der Heime der Kinder und Jugendliche durch die Sozialarbeiterinnen. Die Erfahrung mit den Menschen in den Townships gesprochen zu haben, in einem Shack gesessen zu haben und die gesamte Lebenssituation dieser Menschen so auf mich wirken zu lassen, hat mich als Mensch wirklich geprägt und verändert.
Die einzigen Probleme, die ich anfänglich hatte, war nur mit der Sprache der Jugendlichen an der Schule zu Recht zu kommen und eine persönliche sowie professionelle Lernsituation herzustellen. Aber auch das war nicht wirklich lange ein Problem, denn durch die zahlreiche Unterstützung der Lehrer und ein wenig Einfühlungsvermögen war auch das leistbar.
Wie waren das Arbeitsklima und die Betreuung durch den Arbeitgeber?
Das Arbeitsklima war herausragend gut. Ich habe mich sogar des Öfteren mit meinen Schulkollegen in meiner Freizeit getroffen und mit den Meisten hatte ich gegen Ende auch ein freundschaftliches Verhältnis. Ich wurde außerdem IMMER super betreut. Es wurde sich immer um mich gekümmert, zahlreiche Möglichkeiten gegeben mich in der Schule einzubringen und mir wurden zahlreiche Angebote gegeben mich in das Land einzubringen (d.h. beispielsweise informierten mich die Kollegen immer über Freizeitaktivitäten, die „Locals“ so tun und luden mich dazu immer recht herzlich ein), um Land und Leute besser zu verstehen.
Wurdest Du von Live&Learn gut auf Deinen Aufenthalt vorbereitet? Wie war die Kommunikation?
Ich wurde rundum super betreut und bin wirklich sehr glücklich mit Live&Learn meinen Auslandsaufenthalt gemacht zu haben. In jeglicher Hinsicht, egal ob bei organisatorischen Dinge vor meiner Abreise, bei meiner Ankunft und während meiner Zeit dort, konnte ich immer soviel Fragen wie ich wollte und es war immer sofort Hilfe zur Stelle. Die Kommunikation war sowohl hier in Deutschland als auch in Kapstadt selbst immer super und fand regelmäßig auch statt.
Warum hast Du Dich für Live&Learn entschieden? Haben wir Deine Erwartungen erfüllt oder hast Du Deine Entscheidung bereut?
Ich hatte mich für Live&Learn entschieden, da ich es als sehr genial empfand, dass ein Team Vorort in Kapstadt ist und in Problemfällen immer jemand für Einen da ist.
Meine Erwartungen wurden übertroffen und ich werde mit Sicherheit Live&Learn weiterempfehlen.
„Hallo, ich bin Claudia, 19 Jahre, und habe gerade mein Abitur absolviert. Von September bis Ende Oktober war ich in Kapstadt und habe bei einem Surf Camp ein Praktikum gemacht. Nach einer fast schlaflosen Nacht im Flieger hat mich Alex von Live&Learn dann morgens um 7:30 Uhr vom Flughafen abgeholt und um 11:00 Uhr stand ich schon samt Surfboard in Muizenberg im Wasser…
Das Surfcamp ist ein deutscher Surfbetrieb, der in Marokko, Indonesien, Irland und eben auch in Kapstadt seine Camps hat. Surfbegeisterte, hauptsächlich deutsche Gäste wohnen in der Lodge, werden bekocht und täglich zu den besten Surfspots gefahren. Sie müssen sich also um nichts kümmern und können ihren Urlaub voll genießen, nur surfen müssen sie selbst. Das Praktikum bestand darin, Karina und Gerrit, die Betreiber des Camps, in der Küche zu entlasten.
Ich habe mit in der Lodge, die übrigens einen Pool hat, gewohnt und musste morgens Frühstück vorbereiten. Dann haben wir alle zusammen gegessen und nach dem Abwasch hatte ich frei. Ich konnte tun und lassen, was ich wollte. Meistens bin ich mit zum Surfen gefahren, hätte aber auch genauso den Tafelberg erklimmen, shoppen gehen oder einfach mal ganz faul am Pool liegen können. Erst am Abend musste ich dann wieder parat stehen und Abendessen kochen. Karina und Gerrit haben mir aber genau gezeigt wie und was ich zu kochen habe. So kann ich jetzt ein paar afrikanische Gerichte wie Butternutsoup, Bobootie oder Straußeneintopf kochen. Das Essen ist übrigens sehr, sehr lecker, so dass ich oft überrascht war, das ich das gekocht habe. Nach dem abendlichen Abwasch war meine Praktikumsarbeit dann beendet.
Ansonsten habe ich viele interessante Menschen kennen gelernt, hatte super viel Spaß und - wo wir gerade bei Spaß sind - schon allein das Team des Surf Camps ist mindestens eine Begegnung wert. Außerdem kommt 2x die Woche Buyiswa um die Lodge zu säubern. Sie ist eine typische Big Mama: sehr, sehr freundlich, hilfsbereit and always smiling. Von ihr habe ich ein paar Wörter auf Xhosa gelernt und sie weiß dafür jetzt, was “Frühstück” bedeutet.
Ich habe viel von Kapstadt gesehen, wir waren oft essen, ich weiß also jetzt wo es den besten Schokoladenkuchen bzw. Milchshake der Stadt gibt, und sonst, ja ich hab surfen gelernt und muss sagen es ist klasse!!! Ich stand vorher noch nie auf einem Surfboard und nun, nach 2 Monaten, kann ich - vielleicht nicht perfekt, aber dennoch - Wellen reiten!
Also falls ihr surfbegeistert seid oder es werden wollt, Lust habt neue Leute kennen zu lernen, bestenfalls schon mal in einem Restaurant oder Café gearbeitet habt, also gastronomische Erfahrungen habt und dann noch Bock auf Kapstadt habt, meldet euch bei Live&Learn und tut es mir nach. Ich garantiere euch, ihr habt eine super Zeit. Ich kann es nur empfehlen und würde es jederzeit wieder machen.
Also, ab ins Line-up!”
"Mittlerweile hab ich mich echt gut eingelebt hier in Kapstadt, kenne schon ein paar Leute, vor allem viiieeeleee Kids...die mich unter anderem auch schon "Uncle Michael" nennen ...:) Aber ich kann euch eins sagen, das Arbeiten hier
ist nicht immer einfach. Obwohl die Zeit der Apartheid schon gut einige Jahre zurückliegt, sind die Auswirkungen bis heute noch zu spüren …traurig, aber wahr. (…)
Das Urteil über mein Praktikum hier in Südafrika fällt nach den ersten 3 Wochen grundsätzlich positiv aus.
In der ersten Woche war mein Praktikumsbetreuer bedacht darauf, mich in die südafrikanische Arbeitswelt einzuführen und mir die Organisation näher zu bringen. Wie im Vorhinein vereinbart wurde ich mit den Inhalten folgender 2 Projekte betraut:
- Fußball für den Frieden
- Training & Developement
Da diese Projekte noch in der Anfangsphase stecken, war meine Aufgabe in den ersten Wochen, diese Projekte nach außen zu tragen und den
jeweiligen Anspruchsgruppen (Schools, Village Care Centers, Volunteers, etc…) zu präsentieren. D.h. mein Supervisor und ich sind meist in den
Townships unterwegs gewesen, um den Ansprechpartnern unser Vorhaben zu präsentieren. Ziel dieser Projekte ist es, den Kinder und Jugendlichen in den Townships anhand
dieser oben angeführten Projekte neue Perspektiven bzw. eine Alternative zu Drogen und Gewalt zu geben. Weiters gilt es, die immer noch
vorhandenen Strukturen bzw. Barrieren der Apartheid in den Townships zu durchbrechen, vorwiegend durch Verbesserung der Kommunikationsstrukturen. Meine Aufgabe hierbei ist es, diese Projekte
mitzubetreuen und für die Zukunft zu sichern. D. h. unter anderem Kontakte mit potentiellen Geldgebern knüpfen, die diese Projekte entweder durch Sach- oder Geldspenden
unterstützen. Zurzeit befasse ich mich diesbezüglich noch mit der Recherche über diverse (zukünftige) Partner, die uns hierfür unterstützen könnten. (…)
Soviel dazu, nicht dass ihr glaubt ich lieg den ganzen schönen Tag nur am Strand ;)
„Vor über drei Monaten bin ich früh morgens hier in Cape Town / South Africa gelandet, mit der Absicht bei meiner Organisation zu arbeiten. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, HIV-positive Kinder einerseits medizinisch zu betreuen, andererseits - und das ist das eigentlich innovative- sich zusätzlich um die sozialen Probleme der Familien zu kümmern. Für mich als Medizinstudenten begann also Anfang Oktober 2007 eine sehr abwechslungsreiche Zeit: Jeden Tag (natürlich nicht am Wochenende :-) ) arbeite ich von 8 bis 4 Uhr auf der pädiatrischen HIV-Station und helfe den dortigen Ärzten bei allen relevanten Aufgaben – Blut abnehmen, Patienten aufnehmen und untersuchen.
Das Wesen einer Kinderstation bringt es - zum Glück - mit sich, dass man mit den Eltern und deren Problemen zwangsläufig konfrontiert wird, denn diese stehen oft im Zusammenhang mit der Erkrankung ihres Kindes. Auf diese Weise lerne ich auch während meiner Arbeit viel von den Sorgen - vor allem der Schwarzen - kennen, die 75% der Bevölkerung hier ausmachen. Ein häufiges Problem ist, dass es in den Shacks (so heißen die Wellblechhütten in den Townships) keinen Strom und kein fließendes Wasser gibt, was konsequenterweise zu einer beachtlichen Verschlechterung der Hygiene führt. Wir geben den Müttern bei Entlassung ihrer Kinder dann einen 25l-Plastikkanister mit, der mit einem Wasserhahn versehen ist. Genau dieses Beispiel verdeutlicht das simple aber effektive Prinzip, mit dem versucht wird den Menschen langfristig zu helfen.
Natürlich bin ich nicht unglücklich, wenn ich dann nach der Arbeit nach Hause komme, um mit meinen anderen Mitbewohnern den Nachmittag und Abend zu planen. Oft fahren wir direkt los an den Strand nach Muizenberg oder Clifton um zu baden oder zu surfen. Obwohl ich auch in Deutschland gerne gewandert bin habe ich das Hiken und Bergsteigen erst hier zu einem richtigen Hobby gemacht. Ich denke, dass es wohl wenige Orte auf der Welt gibt, wo man so schöne Wandertouren machen kann wie hier am Kap - und für jeden Naturfreund ist es hier ein Paradies! Mindestens einmal die Woche haben wir auch einen ,,Braai", auch so was typisch Südafrikanisches, bei dem sich alle zum Grillen treffen und oft bis in die Nacht hinein zusammen essen, trinken und Musik machen.
Ich möchte jedem der offen für neue Erfahrungen, Menschen und Kulturen ist, ermutigen nach Südafrika zu kommen. Hier lässt es sich wirklich aushalten und ich persönlich genieße vielleicht am meisten die Ruhe und Gelassenheit, mit der die Menschen hier durchs Leben gehen - ein bisschen was von dieser ,,Coolness'' wünsche ich mir mit nach Deutschland zu nehmen.“
Das Praktikum:
"Mir hat mein Praktikum ausgezeichnet gefallen. Es war so cool sein Geburtsland zu sehen. Hab einen Haufen nette Leute kennen gelernt und Erfahrungen fürs Leben gesammelt.
Man kann sagen die Dinge, die alle passiert sind in meinem halben Jahr in Südafrika, haben mein Leben stark verändert. Auch wenn nicht alles mit dem Praktikum zu tun hatte. ;)
Highlights waren der Tafelberg, Weinernte, Rundreise, Segeln, Whalewatching, etc. Probleme gab es kaum. Wir wurden von unseren Mitbewohnern ausgeraubt aber das war's auch schon ;). Außerdem gab es oft Materialbeschaffungsprobleme auf der Farm. Dadurch wurde die Arbeitslaune etwas getrübt. Aber die Landschaft und Natur pur direkt vor der Haustür haben alles wieder wett gemacht."
Das Leben in Südafrika:
"Große Vielfalt!!! kulturell, landschaftlich, sozial, politisch
Gefallen hat mir die Offenheit und Freundlichkeit der Menschen. Probleme hatte ich mit dem Rassismus, der einem doch noch in vielen Situationen begegnet. Ich wusste oft nicht, wie ich damit umgehen soll."
Auto und Transport:
"Sich ein Auto zu mieten, kann ich nur empfehlen, da Puplic Transport nur bedingt vorhanden ist. Habe mir einen schönen alten Beetle gemietet. Macht Spaß so eine alte Kiste zu fahren und sie bringt einen überall hin. Für mich hat es sich auch doppelt gelohnt, da ich nicht direkt in Cape Town mein Praktikum absolviert habe, sondern ca. 70km entfernt."
Sicherheit:
"Es ist viel viel besser, als es in den Medien dargestellt wird. Wir wurden zwar bestohlen von unseren Mitbewohnern, aber das kann einem überall passieren. Wenn ich abends oder nachts in Cape Town unterwegs war, hab ich mich nie unsicher gefühlt. Auch nicht auf der großen Rundreise durch Südafrika, Botswana und Namibia. Man muss eben normal vorsichtig sein wie in jedem Urlaub/Auslandsaufenthalt. Man weiß oder fragt vorher mal nach, wo man hingeht und welche Orte man eher meiden sollte."
"Ich absolvierte im Rahmen des berufspraktischen Studiensemesters meiner FH von März – September 2007 ein Praktikum in Cape Town/Südafrika. Das Praktikum wurde mir durch Live&Learn vermittelt. Durch Live& Learn hatte ich eine tolle Betreuung vor, während und nach dem Praktikum, was für mich L&L empfehlenswert macht.
Mein Praktikum verbrachte ich in der gemeinnützigen Organisation Cape Windjammers Education Trust und fungierte dort als Medienberaterin. Überdies war ich für die Unternehmenskommunikation zuständig und wurde für das Medienmanagement (inklusive Eventplanung) eines Projektes eingesetzt.
Persönliche Einschätzung:
Die ersten Wochen in der fremden Metropole waren aufregend. Ich war voreingenommen von den Berichten über Cape Town/Südafrika, was die nationale Sicherheit und Kriminalität angeht und bewegte mich sehr vorsichtig in der Stadt. Allerdings war ich auch sehr neugierig, so dass sich meine Angst nach und nach relativierte. Nachdem ich mir nach ein paar Tagen meiner Ankunft ein Auto mietete, was ich allen die nach Cape Town gehen wollen dringend empfehle, und eine Unterkunft gefunden hatte legte sich meine Unsicherheit. Ich fühlte mich von Tag zu Tag sicherer und „freier“, wusste welche Straßen und Ecken ich meiden sollte und fand mich in der Stadt zu recht. Ich lernte die Menschen und die Natur kennen und nahm alle Eindrücke in mich auf. Dieser Orientierungsprozess dauerte zwei Monate an, danach stellte sich eine gewisse Routine ja sogar ein Alltag ein. Durch meine Arbeit bekam ich die Möglichkeit Einheimische kennen zu lernen und war fasziniert, welche Lebensfreude die Menschen trotz ihrer vielen Probleme an den Tag legen. Daneben entwickelten sich meine englischen Sprachkenntnisse zunehmend.
Fachliche Einschätzung:
Mein Arbeitgeber ist nach den Klassifizierungen der NGOs in den Bereich Bildung und Umwelt einzugleidern. Das Hauptziel der Organisation besteht darin benachteiligten Jugendlichen, kommend aus sozialschwachen Regionen so genannten Townships, eine neue Perspektive zu geben. Dies soll durch Segeltraining bzw. Segelreisen geschehen. Die Mitarbeiter des Segelprojektes arbeiten bei der Durchführung ihrer Programme ehrenamtlich sowohl mit lokalen als auch mit internationalen Organisationen zusammen. Ich fungierte bei Cape Windjammers Education Trust als Medienberaterin, d.h. ich beriet CWET, welche Medien wann am effektivsten eingesetzt werden, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Daneben war ich für die Unternehmenskommunikation und für das Media Management eines Projektes zuständig. Durch die Arbeit konnte ich viele soziale Kontakte zur südafrikanischen Bevölkerung knüpfen und interkulturelle Unterschiede kennen lernen. Zudem war das Arbeitsklima sehr angenehm und persönlich da die Organisation von einem „homeoffice“ aus arbeiten. Ich konnte viel an neuen Erfahrungen dazu lernen und versuche auch nach dem Praktikum mit CWET in Kontakt zu bleiben, um einige Dinge auf ehrenamtlicher Basis auszuführen.
Gesamtwertung: tolle Vermittlung, toller Arbeitsplatz und -klima, nette Leute und ein super geniales Land!!"
Hier geht's zu Anjas Blog: http://ende-der-welt.blogspot.com/
"Ich habe vom 22.01.2007 bis zum 30.03.2007 ein Sozialpraktikum bei Cape Windjammers Education Trust (Anm. der Redaktion: eine Partnerorganisation von Live&Learn) in Kapstadt absolviert. Während dieser Zeit galt es einen Segeltrip für sechs Jugendliche vom 16. – 18.03. vorzubereiten, zu begleiten und auszuwerten. Mein Aufgabenschwerpunkt lag dabei in der Anpassung von interkulturellen Spielen bzw. Aktivitäten und Trainingsmodulen, sowie der Entwicklung von Lehrmaterialien für den Segeltrip und die Workshops (Vor- und Nachbereitungsworkshop).
Da CWET noch eine sehr kleine Organisation ist und die tägliche Büroarbeit in einem Raum in einem privaten Haus erledigt wird, herrscht ein sehr familiäres Arbeitsklima. Ich habe mich vom ersten Tag an sehr wohl gefühlt. Auch durch das in mich gesetzte Vertrauen, habe ich mich sofort als gleichberechtigt gefühlt. Von Anfang an durfte ich eigenständig arbeiten und mir wurde freie Hand bei den mir übertragenen Aufgaben gelassen. Feedback zur bisherigen Arbeit und Planung der nächsten Arbeitsschritte wurden in den wöchentlichen Arbeitsbesprechungen abgehandelt, bei denen man auch für meine Vorschläge, sowie Kritik offen war.
Die Arbeit mit den Jugendlichen hat mir riesigen Spaß gemacht. Nachdem wir uns alle beim Vorbereitungsworkshop kennen gelernt haben und das Eis gebrochen war, herrschte eine richtig locker lustige Atmosphäre. Während des Segeltrips war ich ein gleichgestellter Gruppenleiter und hatte die volle Verantwortung für zwei Jugendliche. Die Umsegelung des Kap der Guten Hoffnung war ein großes Abenteuer.
Was ich sehr schade fand, war, dass die Planung dieses Segeltrips im Büro den Großteil meines Praktikums ausmachte. Ich hätte gerne mehr Zeit mit einheimischen Jugendlichen verbracht, als nur an den insgesamt fünf Tagen während der Workshops und dem Segeltrip. Diese wochenlange Planung eines solche Projektes mir der anschließenden Durchführung war super interessant, aufregend und sehr lehrreich für mich. Ich hätte nie gedacht, dass es so vieler Dinge bedarf, um ein solches Projekt zu realisieren. Aber all diese Strapazen sind es wert, wenn man sieht, was man damit bei den Jugendlichen erreicht.
Dieses Praktikum hat meine Entscheidung später im Ausland zu arbeiten bestätigt. Kapstadt ist eine südafrikanische Stadt mit europäischem Flair. Der „Way of Living“ Kapstadts hat mich fasziniert und in seinen Bann gezogen. Ich habe noch nie soviel Gelassenheit und Lebensfreude bei Menschen gesehen und dies trotz der dort gegebenen Lebensumstände, was einen doch sehr nachdenklich stimmt, wenn man unsere Gesellschaft im Gegensatz dazu betrachtet. Zweieinhalb Monate waren allerdings viel zu wenig, um Kapstadt und Südafrika richtig kennen zu lernen. Man solltet mindestens vier bis sechs Monate bleiben und auch genügend Zeit zum Rumreisen einplanen. Denn um das wahre Südafrika kennen zu lernen, solltet man mit dem Rucksack durch die Transkei reisen. Ich hatte hierfür leider nur eine Woche Zeit, was sehr schade war und was ich bis heute bereue.
Der Lebensunterhalt in Südafrika ist wesentlich günstiger. Man sollte aber ein Mietauto einkalkulieren, da man somit wesentlich mobiler ist und dies das Leben in Kapstadt doch sehr erleichtert. Ich kann jedem nur empfehlen ein Praktikum in Kapstadt zu absolvieren. Es war eine Erfahrung, die ich nicht mehr missen möchte und die mein Leben positiv verändert hat.
Mein nächster Kapstadtbesuch ist schon in Planung. Viel Spaß bei Eurem!!!"
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